Neuigkeiten aus der Japanischen Internationalen Schule

Schulfest 2015

Kentaro KIKUCHI, Vorsitzender des Schulfest-Komitees

Unter dem Slogan „Never give up – Wir machen alles zusammen!“ führte die Japanische In-ternationale Schule in Düsseldorf am 19. und 20. September das diesjährige Schulfest durch. Am ersten Tag gab es Vorführungen der einzelnen Jahrgangsstufen und der Japanischen Er-gänzungsschule. Bei jedem Auftritt konnte man sehen, mit welcher Hingabe – „Wir machen alles zusammen!“ – geübt worden war, wie sehr die Schülerinnen und Schüler auf diesen Tag hingearbeitet hatten, um allen das Ergebnis ihrer Vorbereitung zu zeigen. Am zweiten Tag war das Wetter wie auf Bestellung – vieles fand ja an diesem Tag draußen statt – hervorragend. Man konnte den AGs der Schule und externen Gruppen bei ihren Vorführungen zusehen. Au-ßerdem waren sowohl die sorgfältig geplanten Projekte der Elternvertretung als auch ihre mit viel Liebe zubereiteten Speisen ein voller Erfolg. „Das Schulfest ist die schönste Veranstal-tung im ganzen Jahr!“ sagen viele Kinder und tatsächlich erinnerte dieser Tag an ein Sommer-fest in Japan. Ein besonderes Ereignis in diesem Jahr war der Vortrag des Astronauten Takuya ONISHI. Er verschaffte den Kindern, die ihm begeistert zuhörten, eine wertvolle Erfahrung. So mancher wird über die eigene Zukunft nachgedacht haben.
Mein herzlicher Dank gilt all denen, die es durch ihre unermüdliche Hilfe möglich gemacht haben, dass das Schulfest in dieser Form durchgeführt werden konnte.

 

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Eislaufen

Yufuko Tanaka, Klassenlehrerin der 5b

„Waas? Das kann ich doch nie und nimmer!“ Auch Kinder, die das am Anfang gesagt hatten, glitten am Ende mit lächelndem Gesicht über das Eis. Der Eislaufunterricht hat wieder einmal gezeigt, wie schnell Kinder Neues aufnehmen können.
Jedes Jahr machen die Schülerinnen und Schüler der dritten bis sechsten Klassen einen kleinen Kurs im Eiskunstlaufen. Sie werden in drei Niveaugruppen aufgeteilt und von deutschen Übungsleitern unterwiesen. Unter den Kindern gibt es solche, die zum ersten Mal in ihrem Leben Schlittschuhe anhatten und andere, die auf dem Hosenboden landeten, als sie das Gleichgewicht verloren. Doch lachend standen sie sofort wieder auf und übten weiter. Es ist toll, dass das Wort „aufgeben“ in ihrem Wortschatz nicht zu existieren scheint.
Die Anweisungen, die die Kinder auf Deutsch oder auf Englisch erhielten, wurden unverzüglich weitergegeben und hier und da gab es auch kleine Dolmetscher. Die Kinder halfen sich untereinander, zeigten und erklärten, wenn jemand etwas nicht so gut konnte. Ist das nicht ein wunderbarer Aspekt des Eislaufunterrichts in Deutschland? Ich wünsche mir, dass diese Er-fahrung auch im Schulalltag das Beharrungsvermögen und die Hilfsbereitschaft der Kinder weiter steigert.

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Vorlesestunde

Chika Swist-Tano, Leiterin der Schülerbücherei

An der Japanischen Internationalen Schule finden jedes Jahr „Vorlesestunden“ statt, die von Mitgliedern der Bücherei-Abteilung des Japanischen Clubs durchgeführt werden. Die „Vorle-sestunden an der Schule“ gibt es schon seit 1996, damals für die Erst- bis Viertklässler. Später wurde das Programm bis zu den sechsten Klassen ausgeweitet. Die ersten Vorlesestunden wurden in diesem Schuljahr im Oktober veranstaltet.
Für jede Klasse werden 45 Minuten mit einem ausgeklügelten Programm gefüllt, dem die Kinder mit vorgebeugtem Oberkörper gespannt lauschen. Den Viertklässlern wurde z.B. das Rakugo-Bilderbuch „Jugemu“ vorgelesen und an manchen Stellen skandierten die Kinder den Titel des Buches und wurden so eins mit der Vorleserin. Ich danke den Mitarbeiterinnen des Japanischen Clubs für ihre tollen Vorstellungen bei den Vorlesestunden!

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Unterrichtsaustausch mit dem Cecilien-Gymnasium

Yoshiro Azechi, Jahrgangsstufenleiter der 5. Klassen

Die Fünft- bis Neuntklässler der Japanischen Internationalen Schule führten mit dem Cecilien-Gymnasium (im Folgenden Ceci genannt) gegenseitige Unterrichtsbesuche auf individueller Basis durch. Am Dienstag, dem 20.10. besuchten (insgesamt 28) Schülerinnen und Schüler der Japanischen Internationalen Schule den Unterricht am Ceci. Am Donnerstag, dem 22.10. nahmen dann die jeweiligen Partner-Kinder vom Ceci am Unterricht in unserer Schule teil.
Als die Schülerinnen und Schüler vom Ceci die Japanische Schule besuchten, machten sie zuerst einen angespannten Eindruck. Aber als man dann in der Pause gemeinsam Fußball und Dodgeball spielte, löste sich diese Anspannung schnell auf. In den Klassen wurden eifrig Fotos und deutschsprachige Spiele gemacht und man lernte sich immer besser kennen. Nach diesen zwei Tagen sagten viele Kinder, dass sie besser Deutsch und Englisch sprechen können wollen und dass sie von nun an aktiver die Begegnung mit anderen Kindern suchen würden.
Auch in Zukunft wollen wir die Vorteile einer japanischen Auslandsschule nutzen und uns bemühen, viele Kontakte zu deutschen Schulen zu knüpfen.

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(Übersetzung von Alf Simanowski)