Aktivitäten des Japanischen Clubs

CARE-Workshop von „With Kids“

With Kids ist ein Verband klinischer Psychologen, der seinen Sitz in Japan hat und sich mit der seelischen Gesundheit von im Ausland lebenden Kindern beschäftigt. Die Beratung per E-Mail steht im Fokus der Aktivitäten, es werden jedoch auch Vortragsveranstaltungen in verschiedenen Regionen abgehalten. Kürzlich besuchte der Verband das erste Mal Deutschland und am 14. Oktober wurde im Japanischen Club ein Workshop des CARE-Programms abgehalten, bei dem man durch eigenes Erleben lernen kann, wie man eine Beziehung zu Kindern aufbaut. Am Vormittag wurden zwei Stunden lang Inhalte für Eltern und Erziehungsberechtigte vermittelt, die Veranstaltung am Abend zwischen 18 und 21 Uhr richtete sich an professionelle Erzieher in Kindergärten und ähnlichen Einrichtungen und beide Termine waren sehr gut besucht. Ich glaube, dass man besonders durch die in Zweiergruppen abgehaltenen Rollenspiele die Gefühle des Kindes erneut hinterfragte und viele Dinge bemerkte. Man lernte außerdem, wie man gute Anweisungen gibt und die Methode, wie man die Aufmerksamkeit eines Kindes, gegensätzlich zur üblichen Methode, gewinnen kann, in dem man es für kurze Zeit nicht beachtet – das CARE-Programm war eine sehr aufschlussreiche Erfahrung.

With Kids    http://www.withkids-kaigai.com/
CARE-Programm    http://www.care-japan.og/

Abteilung für Alltagsleben
Frau Kuniko Soma

S.5 links oben


 Kulturvorstellung

Kimonoankleiden und Kimono-Modenschau

Wir freiwilligen Helfer der Kulturabteilung konzentrieren uns bei  der Vorstellung der Japanischen Kultur normalerweise auf Origami-Falten und Kalligraphie sowie den deutsch-japanischen Austausch. Diesmal haben wir jedoch Unterstützung von der Kimono-Gruppe des Japanischen Clubs, dem „Hiyorikai“ bekommen. Gemeinsam haben wir am 30. Oktober am Duisburger Steinbart-Gymnasium, bei einer der Jubiläumsveranstaltungen anlässlich des 25-jährigen Bestehens des dortigen Japanisch-Zweiges geholfen und das Haarstyling, Make-Up und Ankleiden für eine Kimono-Modenschau übernommen. Die Models waren fünf Mädchen und zwei Jungen, die am Steinbart-Gymnasium Japanisch lernen und in die 11. Klasse gehen. Furisode (Kimono mit langen Ärmeln), Tsukesage (formeller Kimono), Komon (Kimono mit feinen Mustern), Yukata und Kimono für Männer kamen bei der Modenschau zum Einsatz. Durch einen höflichen und flinken Prozess verwandelten sich die Modelle auf prachtvolle Weise und freuten sich über ihr neues Aussehen. Auf der anderen Seite freuten sich die freiwilligen Helfer über die Modelle, die das richtige Betragen in traditioneller japanischer Kleidung sofort meisterten und sehr schick in den Kimono aussahen. Während den Anwesenden die Kimono erklärt wurden erschienen die imposanten Silhouetten der Modelle auf der Bühne, und zogen die Blicke der vielen, den Hörsaal ausfüllenden Zuschauer auf sich. Es war eine wunderbare und eindrucksvolle Kulturvorstellung. Ich möchte an dieser Stelle dem Kimono-Club „Hiyorikai“ noch einmal meinen herzlichen Dank für die erhaltene Unterstützung aussprechen.

Kulturabteilung
Frau Yuko Kubo

S.5 links unten


 Das Instrument Shakuhachi kennenlernen

Am 8. November wurde im Japanischen Club ein Seminar über das Instrument Shakuhachi abgehalten. Der Dozent des Seminars war der deutsche Shakuhachi-Musiker Herr Armin Lohbeck. Einen Vortrag klassischer Musikstücke auf dem auch in Japan eher seltene Shakuhachi in Deutschland hören und dann auch noch von einem deutschen Musiker vorgetragen – das ist eine rare Gelegenheit. Es wurde über den Aufbau des Instruments, die Noten, seine Geschichte und die Unterschiede zur europäischen Musik sowie die Verbindung zu Zen-Buddhismus und Frömmigkeit berichtet und besonders der Ausdruck „Ichi-on Joubutsu“ (mit einem Ton Erleuchtung erlangen) hinterließ bleibenden Eindruck. Es geht bei der Shakuhachi-Flöte weniger um Musik, als um das sich dem Ton Hingeben und in ihn Vertiefen. Wir lernten außerdem, dass das „Herz des Zen“ in der Shakuhachi enthalten ist und, dass sie ein Instrument ist, das in direkter Verbindung zu Religion und Glauben steht. Es wurden Stücke aus verschiedenen Genres vorgetragen, darunter aktuelle Popmusik, von Koto begleitete Stücke sowie Enka (japanische Volkslieder) und es wurde deutlich, dass das die Shakuhachi nicht nur auf traditionelle japanische Musik begrenzt ist und man jede Art von Musik auf ihr spielen kann. Zum Schluss probierten zwei der Teilnehmer das Musikinstrument aus und allen Teilnehmern wurde deutlich, dass alleine das Hervorbringen eines Ton bereits schwierig ist. Es war eine sehr interessantes Seminar bei dem man zum einem die ungewöhnliche Erfahrung machen konnte, von einem Deutschen über die Kultur des eigenen Landes zu lernen und zum anderen, eine neue Sichtweise auf japanische Kultur erhielt.

Kulturabteilung
Frau Mayumi Aoki

S.5 rechts oben


 Bericht über das internationale Freundschaftsturnier des Shonen Kendo Clubs

Am 15. November wurde in der Turnhalle des städtischen Comenius-Gymnasium das 22. Kendo-Turnier abgehalten. An dem Turnier nahmen 116 Kinder- und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren aus den Ländern Deutschland, Belgien, Frankreich, den Niederlanden und Litauen teil. Die Turnierteilnehmer des Shonen Kendo Club erlitten in der Entscheidungsrunde des Team-Wettbewerbs eine knappe Niederlage und konnten somit leider nicht den zunächst erhofften zweiten Turniersieg in Folge erreichen. Auch in den anderen Turnier-Kategorien entfalteten sich heiße Wettkämpfe. Unabhängig von Sieg oder Niederlage  zeigten sich alle Kinder voller Energie und Lebensfrische. Dass das Turnier auf seinem Höhepunkt zum Abschluss kam, ist vor allem der Unterstützung der erwachsenen Mitglieder unseres Clubs und den Eltern der Kinder zu verdanken. Ich möchte gemeinsam mit den durch das Turnier gewonnenen Kendo-Freunden viel Spaß beim wöchentlichen Training haben und wünsche Ihnen gleichzeitig, dass sie weiterhin fleißig trainieren und Fortschritte machen.

Shonen Kendo Club Düsseldorf
Herr Eiji Hayakawa

S.5 rechts unten kendo DSCF1222