Frau S und ihre Freunde besuchen ein Kunstmuseum und ein Café

Eines Tages dachte ich plötzlich unerwartet: Wie lange ist es eigentlich her, dass ich nach Düsseldorf gezogen bin? Und wie viele kulturelle Aspekte gibt es in meinem Alltagsleben eigentlich? Als Hausfrau hat man trotzdem ziemlich viel tun. Nachdem man am Morgen in Eile dafür gesorgt hat, dass die Familie rechtzeitig zur Arbeit oder in die Schule kommt, bleiben noch Saubermachen, der Abwasch, Einkaufen, Kochen und sich um die Kinder kümmern, zur Sprachschule gehen… Mir wurde klar, dass ich inmitten dieses endlosen Hinterherlaufens und Wiederholens beim Saubermachen und der Hausarbeit nachlässig geworden war. Und auch, wenn man über Methoden, um frische Kraft zu tanken, nachdenkt, fällt einem außer vor dem Fernseher oder Computer sitzen nicht viel ein. Ich war erschrocken, als ich realisierte, dass obwohl doch ein neues Jahr angebrochen war, ich mich emotional überhaupt nicht erfrischt fühlte. Gerade in solchen Momenten ist es sicherlich gut mit etwas anderem als dem Gewohnten in Berührung zu kommen und mit Eleganz ein wenig Kultur in den Alltag zu bringen.
  Und so kam ich darauf gemeinsam mit meinen wundervollen Freunden ein Kunstmuseum sowie das dazugehörige Café zu besuchen. Wir entschieden uns für das „K20“, ein am Rande der Altstadt gelegenes Museum für moderne Kunst, sowie für das am gleichen Ort gelegene Café. Das K20 ist neben seiner Sammlung von Werken des 20. Jahrhundert berühmt für seine regelmäßige etwa 100 Werke umfassende Ausstellung von Skizzen und Gemälden des Malers Paul Klee. In dem weitläufigen Museum kann man im Erdgeschoss neben Klees Werken auch Bilder von bekannten Vertretern der modernen Kunst, wie Picasso, Miró und Matisse bewundern. Der Name des auf der gleichen Ebene gelegenen „Klee’s“, das mit seinen schönen Glasfronten besticht, leitet sich vom Maler Klee ab. Das Café & Restaurant hat neben traditionellen deutschen Gerichten auch viele internationale Gerichte auf seiner Karte stehen. Wir wählten ohne Zögern, Gemüse-Curry, Roastbeef, eine Auswahl an spanischem Schinken & Käse sowie Pasta mit Hähnchen und Avocado. Als Getränk wählten wir den Haussekt. Die vom Geschäftsführer persönlich servierten Speisen sahen sehr schön aus, schmeckten vorzüglich und gaben uns neue und frische Energie. Das Innere des schlicht eingerichteten Restaurants ist erfüllt von einer ruhigen und gelassenen Atmosphäre. Wenn man in dem gläsernen Restaurant sitzt erscheint es einem, dass sogar die über dem Kopf am Glas herablaufenden und wunderschön fließenden Regentropfen die heutige Inszenierung des Cafés sind.
  Laut Geschäftsführer Daniel Semmelroth und Firmenchefin Joanna Epstein hat das Geschäft der Firma ursprünglich mit Catering begonnen und nach dem Betrieb von einem Café in Niederkassel und einem Café  im Kunstmuseum K21 kümmern sich die beiden nun seit 2,5 Jahren um das „Klee’s“. Außerdem betreiben sie das Restaurant in der Tonhalle. Der Catering-Service bildet aber auch heute noch einen wichtigen Teil ihres Geschäfts. Das „Klee’s“ hat übrigens von morgens um 10 bis abends spät geöffnet und heißt alle Zielgruppen willkommen. Durch die gute Lage des Restaurants, das nicht nur unmittelbar an das K20, sondern auch an die Frontseite des Opernhauses grenzt und in der Nähe weiterer Kunstmuseen und eines Comedy-Theaters (Komödchen) platziert ist, wird das „Klee’s“ den ganzen Tag über von ganz unterschiedlichen Gästen freundlich frequentiert. Morgens erfreuen sich die Besucher am Kaffee, mittags kommt man zu Lunch und Tee und am Abend kommen die Gäste der Theater und Museum, um nach der Aufführung noch eine leichte Mahlzeit und ein Glas Wein zu sich zu nehmen.
Es ist auch möglich das „Klee’s“ für eine Party mit 60 bis maximal 140 Gästen zu reservieren. Die Sturheit mit der das Restaurant die Ausrichtung einer Party für die einzigartig kostümierten Karnevalisten verweigerte, ist sehr erfrischend.  Der Besuch lohnt sich nicht nur auf dem Heimweg von Kunstmuseen, Konzerten, der Oper oder Einkäufen in der Altstadt, sondern auch spontan alleine nach einem Spaziergang. Den lauten und fröhlichen Besuch mit Kindern beschränkt man bei diesem ruhigen und malerischen Café jedoch besser auf den Sommer, wenn es Plätze auf der Terrasse gibt.
    Ich machte mich ganz und gar erfrischt auf den Heimweg und dachte dabei fröhlich darüber nach, was ich am Abend wohl zu essen machen würde. Ich fühlte mich motiviert und freute mich darauf im neuen Jahr fröhliche Tage zu verbringen.

S.6


•    Café & Restaurant Klee’s
Grabbeplatz 5
40213 Düsseldorf
Di - Do     10 - 24 Uhr (Küche bis 22 Uhr)
Fr - Sa     10 - 01 Uhr (Küche bis 22:30 Uhr)
So         10 - 22 Uhr (Küche bis 21:30 Uhr)
Mo Ruhetag

•    Kunstsammlung NRW K20
(gleiche Adresse wie das Klee’s)
Di – Fr     10 - 18 Uhr
Sa, So, Feiert.    11 - 18 Uhr
Mo Ruhetag

Anreise:
Von der U-Bahn-Haltestelle Heinrich-Heine-Allee in 5 Minuten zu Fuß erreichbar.
Tiefgarage mit Parkplätzen vorhanden.

Abteilung für Alltagsleben, Frau S.