Neuigkeiten aus der Japanischen Internationalen Schule

Schulfest 2016

Kentaro KIKUCHI, Organisationsleiter

Unter strahlendblauem Herbsthimmel fand am 24. + 25.9. das diesjährige Schulfest statt. Am ersten Tag führte jede Jahrgangsstufe und die Samstagsschule etwas auf der großen Bühne in der Turnhalle vor. Am zweiten Tag waren die AGs der Grund- und der Mittelschule sowie andere externe Gruppen an der Reihe. Nicht zu vergessen die Veranstaltungen der Elternvertretung. Die Schülerinnen und Schüler sehnen das Schulfest jedes Jahr herbei und genießen diesen Tag. Der Slogan in diesem Jahr lautete sinngemäß „ Fantastische Vorführungen auch in diesem Jahr – Welchem Jahrgang schenkst du dieses Mal dein Herz?“ Für den Tag der Aufführung hatten sich alle Mühe gegeben, das Beste aus sich herauszuholen und ihr Ziel, ein hervorragendes Theaterstück zu präsentieren, im Verbund mit der Klassengemeinschaft zu erreichen. Als es dann so weit war und eine hervorragende Präsentation gelungen war, konnte man in den zufrieden lächelnden Gesichtern der Kinder lesen, dass sie alles gegeben hatten.
Am zweiten Tag konnte man dann japanisches Volksfest-Flair spüren, obwohl man in Deutschland war. Die Stände und Räume der Elternvertretung waren stets überlaufen, alles war minutiös vorbereitet worden. Viele haben dazu beigetragen, dass dieses Schulfest für die Kinder ein unvergessliches Erlebnis wurde. Dafür bedanke ich mich ganz herzlich!

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Workshops zum Energiesparen

Jun’ichi KIYAMA, Fachlehrer

Am 11. und 12. Oktober wurden für unsere 5. und 6. Klassen in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen Workshops durchgeführt. Bei den Fünftklässlern stand „Wärme“ auf dem Programm und bei den Sechstklässlern lautete das Thema „elektrische Energie“. Die Schülerinnen und Schüler lernten, wie viel Kohlendioxid ein Kraftwerk ausstößt und wie sich der Energieverbrauch von Haushaltsgeräten und Heizung je nach Verwendung verändert. Experimente, Modelle und Spiele brachten die Augen der Kinder zum Leuchten und sie konnten viel lernen. Nach den Workshops schrieben die Kinder ihre Gedanken auf. Es gab Schülerinnen und Schüler, die schrieben, dass sie „von nun an Haushaltgeräte in der eigenen Wohnung anders benutzen“, „die Temperaturregelung der Heizung überdenken“ und „die Dusche nicht mehr so lange laufen lassen“ würden. Tatsächlich hat das fast die Hälfte der Kinder dann auch umgesetzt. Ein wunderbarer Workshop, der konkrete Auswirkungen auf das tägliche Leben hat!

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Hitze trotz Kälte – Unterricht im Eislaufen

Megumi YOSHIDA, Klassenlehrerin 5b

„Es ist kalt geworden!“ – Es ist wieder so weit: Das alljährliche Eislaufen steht wieder auf dem Programm. Ganz im Gegensatz zum wolkenverhangenen Himmel war der Bus auf dem Weg zum Eisstadion von den lachenden Stimmen der Kinder erfüllt. Jedes Jahr werden die Schülerinnen und Schüler der 3. – 6. Klassen von professionellen Trainerinnen und Trainern im Eislaufen unterwiesen. Der Unterricht findet natürlich auf Deutsch statt und ist für die Kinder eine wertvolle Erfahrung. In der Anfängergruppe geht es zunächst um die Balance auf dem Eis und es werden Paare gebildet, die sich beim Eislaufen an den Händen halten. So werden die Kinder dann auch ans Rückwärtslaufen herangeführt. In der mittleren Gruppe kommt dann der Faktor Geschwindigkeit dazu. In der Gruppe der bereits im Schlittschuhlaufen erfahrenen Kinder kommen dann auch Elemente aus dem Eiskunstlaufen zum Tragen. Es geht also nicht mehr einfach nur darum, wie man sich auf dem Eis fortbewegt, sondern z.B. auch um verschiedene Körperhaltungen, die man während des Dahingleitens einnimmt. In jeder Gruppe werden die Übungen so gestaltet, dass die Kinder großen Spaß an der Sache haben. Der absolute Renner ist dabei der Staffellauf. Viele sind dabei so übereifrig, dass sie vergessen, dass sie sich auf einem außerordentlich glatten Untergrund befinden und dann im wahrsten Sinne des Wortes „laufen“. Wenn das die Trainerinnen und Trainer sehen, können sie sich ein Lächeln nicht verkneifen. Neidvoll müssen wir Erwachsene die Energie der Kinder anerkennen, für die Kälte kein Problem darstellt.

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Vorlesestunde

Miki HIRAYAMA, Leiterin der Schülerbibliothek

Seit dem Herbst 1996 gibt es an der Japanischen Schule Vorlesestunden, die von der Bücherei-Abteilung des Japanischen Clubs durchgeführt werden. Gegenwärtig werden die Vorlesestunden für die Klassen 1 – 6 angeboten. In diesem Schuljahr war es im Oktober wieder so weit. Es wurde ein Programm mit vielen neuen Ideen erstellt und in der begrenzten Zeit einer Schulstunde (50 Minuten) konnten die Kinder in eine andere Welt eintauchen und eine erfüllte Zeit verbringen. Wie jedes Jahr kamen auch in diesem Jahr nach Beendigung der Veranstaltung Kinder in die Bibliothek und wollten wissen, ob es die Bücher gibt, die ihnen zuvor vorgelesen worden waren, weil sie sie nun selbst einmal lesen wollen. So versteht man, dass die verschiedenen Geschichten, die die Kinder gehört haben, einen bleibenden Eindruck bei ihnen hinterlassen haben. Besonders deutlich war das bei „Oma Iwata“, einem Buch, in dem es um die Erfahrungen einer alten Frau beim Atombombenabwurf in Hiroshima geht. Die Kinder hatten im Unterricht gerade das Thema „Kriegserfahrungen“ behandelt und hörten deshalb sehr aufmerksam zu, um auch ja kein Wort zu verpassen. Ich danke allen Mitarbeiterinnen des Japanischen Clubs dafür, dass sie den Kindern dieses wunderbare Erlebnis ermöglicht haben!

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(Übers. von Alf Simanowski)