Neuigkeiten aus der Japanischen Internationalen Schule

Abschlussfahrt der Neuntklässler

Asuka FUTATSUMATA, Jahrgangsstufenleiterin 9. Schuljahr

Vom Montag, dem 23.5. bis Mittwoch, dem 25.5.2016 wurde die Abschlussfahrt nach Berlin und Potsdam durchgeführt. Unter der Vorgabe, sich gegenseitig zu helfen waren es drei Tage, in dem alle unter dem Eindruck standen, dass sie Mitglied einer Gruppe waren. Die Gruppenaktivitäten – es mussten z.B. verschiedene Sehenswürdigkeiten selbständig „abgeklappert“ werden – waren genau durchgeplant, doch nicht immer lief alles wie gewünscht. Entweder kam die Bahn nicht zur angegebenen Zeit oder es hatte sich jemand verlaufen oder jemand hatte etwas verloren – irgendetwas passierte immer! Aber gerade deshalb war man innerhalb der Gruppe auf sich selbst angewiesen. Ich glaube, dass es solcher Geschehnisse bedarf, damit jedem klar wird, wie wichtig ein Freund oder eine Freundin ist.
Wir besuchten auch das ehemalige Konzentrationslager Sachsenhausen, wo viele wertvolle Leben ein Ende fanden und den Cecilienhof, wo die Potsdamer Konferenz stattgefunden hatte. Bei den ernsthaften Blicken der Schülerinnen und Schüler fragte man sich unwillkürlich, wie das Gesehene sich wohl in ihren Augen wiederspiegelte. Dass wir so wie jetzt und hier existieren, ist kein Zufall! Ich denke, jeder sollte sich damit auseinandersetzen, wie wertvoll Frieden ist.

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Ein Blick in die Arbeitswelt

Mitsutaka TERADA, Klassenlehrer 7b

 Am Dienstag, dem 24.5. besuchten die Siebtklässler die beiden Firmen „Nikon“ und „Toyota“ (Sparte Auto). Beide Unternehmen kannten die Schülerinnen und Schüler von klein auf und somit waren alle mit großer Aufmerksamkeit dabei. Schon im Vorfeld hatten sich alle eingehend mit den beiden Firmen beschäftigt und miteinander über ihr Wissen gesprochen, so dass man dem Besuchstag mit freudiger Erwartung entgegensah. Bei Toyota wurde den Schülerinnen und Schülern genau erklärt, wie sich der Verkauf in Deutschland und die globale Entwicklung darstellten, wie umweltfreundliche Autos konstruiert sind und welche Rolle Umweltfreundlichkeit heutzutage im Autobau spielt. Besonderen Anklang fanden auch die zahlreichen Sportwagen, die ausgestellt waren.
Die Firmenphilosophie bei Nikon ist „Erwartungen erfüllen und übertreffen“. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler hautnah erleben, wie z.B. eine Kamera konstruiert wird, wie man sie repariert, mit welcher Technik man Fotografien zu räumlichen Objekten weiterentwickelt und wie es überhaupt gelingt, gute fotografische Aufnahmen zu machen. Bei diesem Besuch konnten die Schülerinnen und Schülerinnen viel besser verstehen, was es bedeutet, in einer Firma zu arbeiten. Sie hatten Gelegenheit, zu erfahren, wie man sich in einer Firma verhält und wie man dort miteinander kommuniziert, ja worauf es in einem Unternehmen überhaupt ankommt. Nun konnte die Auseinandersetzung mit der eigenen Person, mit dem eigenen zukünftigen beruflichen Schaffen beginnen! Der Besuch in einer Firma – ein Tag, an dem sich Hoffnungen, Erwartungen und Träume entwickeln!

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Street-Soccer-Turnier auf dem Japan-Tag

Etsuko TOYODA, Jahrgangsstufenleiterin 4. Schuljahr

21. Mai. An diesem Tag fand bei herrlichem Wetter der diesjährige Japan-Tag statt. Wie in jedem Jahr nahm die Japanische Internationale Schule mit Mannschaften aus den beiden vierten Klassen am Street-Soccer-Turnier teil. Nach zwei Wochen Training war bei den Kindern der Siegeswunsch immer stärker geworden. Als es dann soweit war und man gegen die Teams der deutschen Schulen kämpfte, feuerten sich die Kinder der Japanischen Schule mit einem Kampfruf vor ihren Spielen lauter an als alle anderen Mannschaften. Von unserer Schule traten vier Mannschaften an, in denen jeweils ein Mädchen immer auf dem Platz sein musste. Zwar gelang es nicht, bis ins Finale vorzudringen, trotzdem konnte man auf der Abschlussbesprechung sehen, dass alle Kinder zufrieden waren und bis zur Erschöpfung gekämpft hatten. Zwar lief bei den Spielen nicht immer alles wie gewünscht, doch für die Kinder war es eine sehr gute Erfahrung, zusammen mit gleichaltrigen Kindern aus deutschen Schulen Fußball gespielt zu haben. Ich bin sicher, dass sich bei weiteren Begegnungen mit deutschen Kindern nicht nur eine fußballerische, sondern auch eine charakterliche Entwicklung vollziehen wird. Zum Schluss noch vielen Dank an all die Eltern, die ihre Kinder an diesem heißen Tag so stimmgewaltig unterstützt haben.

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Das 46. Sportfest der Japanischen Internationalen Schule

Takeshi ISHIZUKA, Fachschaftsleiter Sport

Nach sorgenvollen Blicken gen Himmel wurde am 25.6. morgens um 6.30 Uhr schließlich entschieden, dass das Sportfest stattfinden sollte. Doch kurz nach acht Uhr öffnete der Himmel seine Schleusen. Das sehnliche Hoffen der Lehrerinnen und Lehrer, die schon in aller Frühe mit den letzten Vorbereitungen begonnen hatten, der vielen Eltern, die schon früh morgens (Manche schon um fünf Uhr!) vor dem Schultor warteten, um die besten Plätze zu ergattern, der Mütter, die sich am Vorabend so viel Mühe mit dem o-Bento gemacht hatten, war vergebens: das Sportfest musste verschoben werden.
Am Dienstag, dem 28. September begrüßte uns dann ein strahlend blauer Himmel und das 46. Sportfest der Japanischen Internationalen Schule konnte endlich stattfinden. Da wir auf einen Wochentag ausweichen mussten, bestand die Sorge, dass viele keine Zeit haben würden, doch als es dann so weit war, sah man schon am frühen Morgen viele Eltern (darunter auch so manchen Vater, der mit Schlips und Kragen vor der Arbeit vorbeischaute), so dass das Sportfest vor vielen Zuschauern stattfinden konnte.
„Now or never – der Schlüssel zum Sieg liegt in der Zusammenarbeit“ – unter diesem Slogan gelang es der weißen Gruppe nach zwei Jahren wieder, den Gesamtsieg zu erringen. Da das Sportfest nicht am Wochenende durchgeführt werden konnte, war eine Beteiligung der Japanischen Ergänzungsschule leider nicht möglich. Die Kinder der ältesten Kindergartengruppe waren mit einem eigenen Programmpunkt dabei und bekamen so schon einmal einen Vorgeschmack auf das nächste Jahr, wenn sie zusammen mit den Schülerinnen und Schülern ihrer Mannschaft und gegen die Kinder der gegnerischen Mannschaft nach dem „Schlüssel zum Sieg“ suchen würden.

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